„Wir planen gemeinsame Aktionen, Ausflüge. Einfach worauf wir Lust haben und genießen das Leben. Wichtig ist vorallendingen der Austausch untereinander.“

Johanna Kinzl – Gründungsmitglied

Ehemalige jugendliche Krebspatienten wollen das Leben feiern.
Gießener Elternverein gründet mittelhessische Survivor-Gruppe

Gemeinsam mit ehemaligen Betroffenen das Leben feiern: Unter diesem Motto steht unsere neu gegründete Survivor-Gruppe. Das neue Angebot, das pünktlich zum Kinderkrebstag am 15. Februar an den Start geht, richtet sich an junge Erwachsene ab 18 Jahren, die im Kindes- und Jugendalter an Krebs erkrankt waren und ihn besiegt haben.

„In der Gruppe wollen wir uns austauschen, Tipps zur Nachsorge geben und zeigen, wie man Spätfolgen der Behandlung erfolgreich handhaben kann“, erklärt Johanna Kinzl, ehemalige Patientin der Gießener Station Peiper, seit einigen Jahren aktives Mitglied im Vorstand und nun auch Gründungsmitglied der ersten mittelhessischen Survivor-Gruppe. Doch die Gruppe, die sich ab sofort monatlich treffen will, bietet noch mehr. Johanna Kinzl: „Wir planen gemeinsame Aktionen, Ausflüge. Einfach worauf wir Lust haben und genießen das Leben. Wichtig ist vorallendingen der Austausch untereinander.“ Ein mögliches Ausflugsziel ist der gemeinsame Besuch des Survivor-Days der Deutschen Kinderkrebsstiftung. 

„Der Survivor Day bietet neben Informationen und Angeboten rund um das Leben nach dem Krebs auch aktuelle Daten, Fakten und Herausforderungen im Bereich der Kinderonkologie. Mit unserer Gruppe wollen wir die Survivor-Arbeit der Kinderkrebsstiftung nun auch in Mittelhessen fest etablieren“, erklärt unser Vereinsvorsitzender, Andreas Hölzle.

Der Kinderkrebstag wurde vor 21 Jahren ins Leben gerufen, um auf die besondere Situation von betroffenen Kindern und ihren Familien aufmerksam zu machen. Jedes Jahr erkranken laut Deutscher Krebshilfe eine halbe Million Menschen neu an Krebs, 2.250 davon sind Kinder und Jugendliche. In der Altersgruppe der unter 15-Jährigen sind die Krebserkrankungen besonders bösartig. Die Tumorzellen vervielfachen sich rasend schnell. Doch die Erfolge stetig verbesserter Behandlungsmöglichkeiten sind beeindruckend. Kam die Diagnose Leukämie bei einem Kind noch vor etwa vier Jahrzehnten einem Todesurteil gleich, überleben heute vier von fünf der jungen Patienten ihre Erkrankung, schreibt die Krebshilfe auf ihrer Homepage. In Deutschland gibt es nach Schätzungen des Deutschen Kinderkrebsregisters zurzeit mindestens 50.000 ehemalige kinderonkologische Patientinnen und Patienten, die als geheilt gelten.

„Mit unserer Gruppe wollen wir die Survivor-Arbeit der Kinderkrebsstiftung nun auch in Mittelhessen fest etablieren.“

Andreas Hölzle, Vorsitzender

Diese Therapieerfolge sind maßgeblich auf die intensive Forschungsarbeit in der Kinderkrebsmedizin zurückzuführen, die zu einem großen Teil über Spendengelder finanziert wird. So haben auch wir – neben direkter Unterstützung der Kinder und Familien auf der Station und Zuhause – in den über 40 Jahren unseres Bestehens mit mehreren Millionen Euro die kliniknahen Forschungsprojekte zur Entstehung, Diagnostik und sanften Therapie von Krebs bei Kindern unterstützt. Vorsitzender Andreas Hölzle: „Das ist uns nur dank der großen Spendenbereitschaft unserer Freunde und Förderer möglich.“

Wer an einem der geplanten Treffen teilnehmen möchte, kontaktiert das Vereinsbüro in Aßlar-Berghausen unter survivor@krebskrankekinder-giessen.de oder telefonisch unter 06441-20488-20.

Telefon 06441 20488-20
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